Dübel in der Wand lassen oder rausholen

Frank12 fragt:

Wir streichen die Wände neu und wollen danach auch neue Löcher bohren. Darum gibse ich die alten Löcher alle zu und presse dabei den Gips richtig rein. Damit ich später nicht in Luft bohre, wenn an dieser Stelle ein neues Loch benötigt wird.

Ich frage mich nur immer: Soll ich den Dübel in dem alten Loch besser drin lassen oder doch lieber rausholen?

Die Antworten lauten wie folgt:

Peter antwortet

Den Dübel bekommst du relativ leicht raus, wenn du eine Schraube ein wenig in den Dübel reindrehst und diesen dann an der Schraube rausziehst.

Aber dadurch wird bei porösen Wänden das Loch noch weiter vergrößert. Darum kannst du den Dübel ruhig drin lassen.

Es sei denn, du musst in unmittelbarer Nähe ein weiteres Loch bohren. Dann ist es besser, den Dübel rauszuholen und das Loch komplett mit Gips auszufüllen.

Woher stammen diese Beiträge?

Früher gab es auf bauen-und-heimwerken.de einen Forumsbereich. Dieser musste aus technischen Gründen abgeschaltet werden, es gab aber auch fast keine neuen Diskussionen mehr. 

Um die oftmals sehr wertvollen Beiträge der Forumsteilnehmer zu "retten", wurden die Forenposts in dieses Format übertragen. Dabei wurden Dopplungen, Rechtschreibfehler und auch themenfremde Postings korrigiert, gekürzt oder ganz weggelassen. Diese "Straffung" erleichtert den Einstieg ins Thema. Zudem wurden die Texte neu formuliert und um Sachverhalte, Bilder etc. ergänzt. Fehler durch diese Textergänzungen etc. sind natürlich nur mir anzulasten. Ich hoffe aber, dass die Beiträge dadurch gewonnen haben.

Unter jedem Posts gibt es die Möglichkeit, diesen weiterhin zu ergänzen, auf Fehler aufmerksam zu machen usw.

Kannst du etwas ergänzen?

Diese Umfrage kann momentan nicht angezeigt werden.


Siehe auch

Bohren

Dübel dreht durch oder hält nicht: Ursachen systematisch finden

Dübel dreht durch oder hält nicht: Ursachen systematisch finden

Ein Dübel, der sich beim Einschrauben mitdreht, wieder aus der Wand kommt oder erst nach einiger Zeit locker wird, hat nicht automatisch ein zu großes Bohrloch. Die Ursache kann ebenso beim Wandmaterial, beim gewählten Dübel, bei der Schraube, bei der Setztiefe, beim Bohrverfahren oder bei der Belastung liegen. Deshalb lohnt sich eine Diagnose, bevor du das Loch reparierst oder einfach einen größeren Dübel einsetzt.

Die wichtigste Antwort vorweg: Prüfe die Befestigung als System – Untergrund → Bohrloch → Dübel → Schraube → Montage → Belastung. Sobald du weißt, an welcher Stelle die Kette nicht passt, wird auch die Lösung klarer.

Hier weiterlesen: Dübel dreht durch oder hält nicht: Ursachen systematisch finden

Bohren

Wandmaterial erkennen: 7 Hinweise vor dem Bohren

Wandmaterial erkennen: 7 einfache Hinweise vor dem ersten Bohrloch

Das Regal liegt bereit, Dübel und Bohrmaschine auch – nur bei der Wand beginnt das Rätsel. Hinter einer weiß verputzten Fläche können sich Beton, Ziegel, Kalksandstein, Porenbeton oder eine Trockenbaukonstruktion verbergen. Von außen sieht vieles gleich aus.

Die wichtigste Antwort vorweg: Das Wandmaterial lässt sich ohne Bohrung oft gut eingrenzen, aber nicht immer zweifelsfrei bestimmen. Verlasse dich deshalb nicht auf einen einzigen Test. Besonders sinnvoll ist die Kombination aus einem stärkeren Hinweis – etwa Bauunterlagen, einer sichtbaren Materialstelle oder einem vorhandenen Bohrloch – und mindestens einem zweiten Indiz. Vor dem Bohren kommt außerdem immer die Leitungsprüfung.

Das ist wichtig, weil nicht nur der Bohrer, sondern vor allem die passende Befestigung vom Untergrund abhängt. Ein Dübel, der in Beton zuverlässig hält, kann in einer Hohlwand die falsche Wahl sein. Auch Befestigungshersteller weisen deshalb darauf hin, dass das Wandmaterial vor der Dübelwahl geklärt werden sollte.

Hier weiterlesen: Wandmaterial erkennen: 7 Hinweise vor dem Bohren

Bohren

Bohrwerkzeug nach Wandtyp: Akkuschrauber, Schlagbohrer oder Bohrhammer?

Bohrwerkzeug nach Wandtyp wählen: Akkuschrauber, Schlagbohrmaschine oder Bohrhammer im Materialcheck

Du möchtest ein Regal anbringen, hast den passenden Dübel gekauft und hältst bereits die Bohrmaschine in der Hand. Doch beim Bohren kommst du kaum voran. Brauchst du eine stärkere Maschine? Vielleicht sogar einen Bohrhammer?

Nicht unbedingt. In manchen Wänden ist gerade die zugeschaltete Schlagfunktion der Fehler. Sie kann empfindliche Lochziegel beschädigen oder das Bohrloch unnötig vergrößern.

Die wichtigste Regel lautet: Wähle die Maschine nach dem Wandmaterial und dem erforderlichen Bohrverfahren – nicht allein nach ihrer Leistung.

Für weiche Wandmaterialien und Hohlwände genügt häufig ein Akku-Bohrschrauber ohne Schlagfunktion. In festem Mauerwerk kann eine Schlagbohrmaschine sinnvoll sein. Bei hartem Beton ist dagegen ein Bohrhammer meist die passende Wahl.

Die entscheidende Ausnahme: Lochsteine, Porenbeton und empfindliche Oberflächen werden in der Regel ohne Schlag gebohrt, selbst wenn du eine leistungsfähige Schlagbohrmaschine oder einen Bohrhammer besitzt.

Hier weiterlesen: Bohrwerkzeug nach Wandtyp: Akkuschrauber, Schlagbohrer oder Bohrhammer?

Bohren

Bohrloch zu groß: 6 Reparaturwege – und wann neu bohren besser ist

Bohrloch zu groß: 6 Reparaturwege – und wann neu bohren besser ist

Der Dübel rutscht ins Loch, dreht beim Schrauben mit oder lässt sich wieder herausziehen? Dann ist nicht automatisch der Dübel das Problem. Entscheidend ist, warum das Bohrloch zu groß geworden ist und ob rund um das Loch noch tragfähiger Untergrund vorhanden ist. Ein gleichmäßig zu großes Loch in festem Mauerwerk braucht eine andere Lösung als ausgebrochener Putz, ein beschädigter Lochziegel oder eine ausgefranste Gipskartonplatte.

Die wichtigste Regel: Repariere nicht auf Verdacht. Kläre zuerst Untergrund, Schadbild und geplante Belastung. Für leichte, nicht sicherheitsrelevante Befestigungen gibt es mehrere brauchbare Reparaturwege. Bei schweren oder sicherheitsrelevanten Befestigungen ist ein neues Loch in unbeschädigtem Untergrund oder ein dafür vorgesehenes Befestigungssystem meist die bessere Entscheidung.

Hier weiterlesen: Bohrloch zu groß: 6 Reparaturwege – und wann neu bohren besser ist

Bohren

Bohrloch ohne Ausbruch: sauber bohren in Wand, Holz und Platten

Bohrloch ohne Ausbruch: So bohrst du sauber in Mauerwerk, Holz und Platten

Ein Regal soll an die Wand, ein Beschlag an eine Holzplatte oder eine Halterung an eine Trockenbauwand. Der Bohrpunkt ist angezeichnet, der Bohrer angesetzt – doch plötzlich platzt der Putz ab, das Holz splittert oder die beschichtete Platte bekommt einen unschönen Krater.

Solche Schäden lassen sich häufig vermeiden. Entscheidend ist nicht, möglichst langsam oder besonders vorsichtig zu bohren, sondern die Bohrtechnik auf das jeweilige Material abzustimmen.

Die wichtigste Regel: Verwende einen geeigneten, scharfen Bohrer, sichere die Oberfläche und wähle die richtige Betriebsart deiner Maschine. Bei Holz und vielen Platten ist außerdem die Rückseite des Werkstücks entscheidend: Dort entstehen beim Austritt des Bohrers besonders leicht Ausrisse.

Bei Mauerwerk kommt es dagegen darauf an, den Untergrund richtig einzuschätzen. Ein harter Vollbaustoff verlangt eine andere Vorgehensweise als ein empfindlicher Lochziegel oder eine bereits bröckelnde Putzschicht.

Hier weiterlesen: Bohrloch ohne Ausbruch: sauber bohren in Wand, Holz und Platten

Schrauben Arten und Anwendungen

Welcher Dübel passt zu welcher Schraube?

Welcher Dübel für welche Schraube? Übersicht, Tabelle & Tipps

Nur selten hat man die komfortable Situation, dass mit den Schrauben gleich die passenden Dübel geliefert werden. Meist müssen Untergrund, Befestigung, Dübel, Schraube und Bohrloch zusammenpassen. Die wichtigste Regel lautet deshalb: Wähle einen Dübel nicht allein nach seiner Größe. Kläre zuerst, worin du befestigst und was die Befestigung leisten muss. Erst danach folgen Schraubendurchmesser, Schraubenlänge, Bohrer und Bohrart.

Die kurze Antwort: Bei einem klassischen Kunststoffdübel entspricht der Bohrerdurchmesser in der Regel dem Nenndurchmesser des Dübels. Welche Schraubendurchmesser zulässig sind, steht jedoch beim jeweiligen Dübelsystem. Auch die Tragfähigkeit hängt stark vom Untergrund und von der Montage ab. Eine 1:1-Faustregel wie „größerer Dübel = automatisch mehr Sicherheit“ gibt es deshalb nicht.

Hier weiterlesen: Welcher Dübel passt zu welcher Schraube?

Aktuell beliebte Themen

Geschrieben von

Peter Bödeker

Peter Bödeker

Peter arbeitet seit seinem Studium im Bereich Internet und Publizistik. Nach seiner Tätigkeit im Agenturbereich ist er seit 2002 selbständig als Autor und Betreiber von Internetseiten.

Das Bauen-und-Heimwerken-Projekt entstand aus einer Dachdämmungs-CD-ROM, die Peter zusammen mit mehreren Mitstreitern Anfang der 2000er in eine Heimwerker-Seite umwandelte. Als Hausbesitzer, Gartenbetreiber und leidenschaftlicher Holzwerber bereitet es ihm viel Freude, über Heimwerkerprojekte zu recherchieren, Experten zu befragen und sich eine möglichst einfache und anschauliche Umsetzung der Sachverhalte und How-Tos zu überlegen.

Schlagworte zum Artikel